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Donnerstag, 22. November 2007

Blogger helfen Angelika M. - bitte macht mit!

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HIER GEHT ES DARUM, einer hochschwangeren, unverschuldet in Not geratenen Frau zu helfen, die dieser Tage in Wien delogiert wird und trotzdem von der Gemeinde Wien - völlig unverständlicherweise, siehe Hauptbeitrag - keine kleine "Notfallswohnung" bekommt, weil sie von der sog. "Wohnungskommission" abgelehnt wurde.

Hier sollen ganz gewiss nicht unqualifizierte Angriffe gegen die "Wohnungskommission" oder "Wiener Wohnen" (MA 50) stattfinden und schon gar nicht gegen die Menschen, die dort engagiert und mühsam genug ihre Arbeit machen. Hier geht es nur darum, zu helfen, aber auch darum, eine grundsätzliche Diskussion zu diesem Thema in Gang zu bringen, wie sie z.B. bereits früher schon mal von unseren Journalistenkollegen vom "Augustin" losgetreten wurde.

Die Frau ist arbeitsfähig und arbeitswillig, sie hat sich lediglich geweigert, ihr so lange ersehntes erstes Kind abzutreiben. Sie ist schon 36 und liebt das kleine Wesen - ihre Tochter - über alles. Von Sozialhilfe - Profis wurde der dummerweise überkorrekten und anständigen - etwas naiven? - Frau geraten: "Laß das Kind wegmachen und hau' di dann mit an Ausländer in a Gemeindewohnung!". Tja, dieser "Sozialfall" ist nicht so leicht einzuordnen, typisch Neue Armut, daran gewöhnen sich Sozialarbeiter und Jugendämter erst jetzt (z.B. die wunderbar hilfsbereite Frau J. von der MAG ELF / MA 11 Arnethgasse, die seither ihre schützende Hand über ihrer Klientin hält, siehe Update vom 20. Dezember 2007).

"Mietzinsrückstände", Delogierung und Verarmung diesmal bzw. in diesem Fall ohne Alk, Drogen und bösen Partner: es ist halt wirklich Einiges schiefgelaufen ...

Trotz ständiger Präsenz am AMS fand Angelika infolge der Schwangerschaft keinen Arbeitsplatz mehr und kam in einer bereits im April 2006 privat angemieteten Kleinwohnung ab dem Sommer 2007 mit den Mieten in Rückstand. Und darauf ist die gefürchtete "Wohnungskommission" in der Graumanngasse 7 im 15. Wiener Gemeindebezirk (eine Dienststelle der MA 50) - nicht ganz zu unrecht! - allergisch. Die Frau habe, so die "Graumanngasse" in einem Telefonat mit dem Jugendamt (MAG 11), ihre Unverläßlichkeit bewiesen, sie möge es zuerst im "betreuten Wohnen" versuchen. Eine Art Häfn mit Ausgang ...

Das Problem in diesem Fall: drei Monate lang konnte die betreffende werdende Mutter keine neue kleine Wohnung suchen, weil ihr von diversen Behörden und Hilfsorganisationen - die es zweifellos gut gemeint haben - mitgeteilt wurde, "dass das mit der Sozialen Wohnungsvergabe" schon klappen werde. Irrtum: ein abschlägiger Bescheid, neuerliche Vorsprache in der "Graumanngasse", dann wieder ein abschlägiger Bescheid (siehe Faksimile im hartensteynreport). Die Frau, die dieser Tage delogiert wird, ist völlig verzweifelt, der Strom längst abgedreht, es besteht die Gefahr einer Früh- oder Fehlgeburt: "Wenn mir die Wohnungskommission gleich gesagt hätte, dass sie mich auf die Straße setzen, wäre es besser gewesen, denn dann hätte ich mehr Zeit gehabt, auf dem freien Markt wenigstens ein Elendsquartier zu suchen."

Bitte lest zu diesem Thema auch die Meinungen anderer User und die Kommentare von Betroffenen!

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Delogierung droht, und das in wenigen Tagen. Die arme Frau kann dzt. sowieso ihr Hab und Gut weder einpacken noch schleppen, im achten Monat kann man sich bekanntlich kaum noch selbst die Schuhbandeln zubinden, und viele Wege kann sie kaum erledigen, weil sie oft todmüde ist und am Ende ihrer Kräfte und weil sie sich wegen der Gefahr einer Frühgeburt schonen muss.

Die Frau hat, okay, das war ihr Pech, eine ziemlich schlechte Ehe und nicht immer rosige Zeiten hinter sich. Sie war immer pünktlich auf dem Arbeitsamt, seit sie ihre Arbeit verloren hat. Sie hat alle Untersuchungen für den Mutter - Kind - Pass vorbildlich und pünktlich wahrgenommen. Eine verläßliche und gute (werdende) Mutter, die schon dreimal beim BG ihre Zahlungswilligkeit bekundet hat, sie hat nicht vor, den Vermietern ihrer derzeitigen Noch - Wohnung auch nur einen Cent schuldig zu bleiben. Diese haben jedoch die Ratenvereinbarung gnadenlos abgelehnt und delogieren.

Sie bezieht seit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes seit Monaten nur noch Sozialhilfe und hat kaum zu essen. Das klingt in einer Stadt, in der sich die Gourmets überlegen, welche Trüffeln man im Steirereck bestellen soll, natürlich futchtbar lustig und erinnert an einen Licht - ins - Dunkel - Schmäh. Aber es ist die Wahrheit. In wenigen Tagen wird Angelika M. trotz ihrer Schwangerschaft im nunmehr achten Monat delogiert und landet vor Weihnachten und kurz vor der Geburt ihres Kindes auf der Strasse.

Das Dalai - Lama - Hilfswerk versucht, durch die Schilderung besonders tragischer Einzelfälle in vielfältiger Art Fundraising zu betreiben.

zum Hauptbeitrag

Wer kann vorübergehend eine kleine Notfallswohnung in Wien zur Verfügung stellen oder mit etwas Kohle aushelfen?

Sagt vor allem auch Eure Meinung. Wir warten immer noch auf Kommentare seitens der Wohnungskommission, seitens des Rathauses. Oder gebt der Frau - besser noch - stillschweigend eine Chance.

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